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Ein|Blick in verschiedene Bauvorhaben im Bereich des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen.

 

Bauhüttenwesen der Dresdner Zwingerbauhütte jetzt immaterielles Kulturerbe der UNESCO

Der UNESCO-Ausschuss zum immateriellen Kulturerbe entschied in seiner Sitzung am 17. Dezember 2020, das Bauhüttenwesen in das Internationale Register Guter- Praxis-Beispiele aufzunehmen. Somit zählt das Bauhüttenwesen der Dresdner Zwingerbauhütte ab sofort zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Gemeinsam mit 18 Bauhütten aus 5 europäischen Ländern hatte sich die Zwingerbauhütte um die Eintragung beworben.

Ministerpräsident Michael Kretschmer: »Ich freue mich sehr über die positive Anerkennung der Bauhütten in verschiedenen europäischen Staaten durch die UNESCO. Die Auszeichnung ist verbunden mit großer internationaler Ausstrahlung. Es gibt uns in diesen herausfordernden Zeiten Grund zur Freude und macht stolz auf das in unserer Heimat Geleistete. Die Dresdner Zwingerbauhütte als Teil dieses europäischen Netzwerkes erhält mit ihrer Arbeit eines der bedeutendsten Baudenkmäler Europas. Handwerkliches Wissen und Können wird hier täglich gelebt und das kulturelle Erbe Sachsens von Generation zu Generation weitergegeben. Ich gratuliere allen, die an der erfolgreichen Aufnahme mitgewirkt haben.«

Finanzminister Hartmut Vorjohann: »Herzlichen Glückwunsch zu dieser ehrenvollen Würdigung. Das Bauhüttenwesen ist in das immaterielle Kulturerbe der Menschheit aufgenommen. Das macht uns sehr stolz. Denn damit wird die Arbeit einer Bauhütte gewürdigt, die sonst eher im Verborgenen wirkt. Ohne die kontinuierliche Pflege durch die Zwingerbauhütte wäre die  Schönheit des Dresdner Zwingers längst vergangen. Als Einrichtung des Freistaates Sachsen ist sie die einzige säkulare Bauhütte unter den Bewerbern und damit etwas ganz Besonderes«.

Kulturministerin Barbara Klepsch: »Die Aufnahme des europäischen Bauhüttenwesens in die Liste der Beispiele guter Praxis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO ist ein leuchtendes Zeichen dafür, wie gut die vielfältige sächsische Kulturlandschaft in Europa vernetzt ist.

Diese Würdigung macht den engen Zusammenhang zwischen dem Kulturerbe historischer Baudenkmäler und der handwerklichen Kunstfertigkeit sichtbar, diese zu pflegen, zu erhalten oder nach kriegsbedingten Beschädigungen auch wiederherzustellen. Glückwunsch der Zwingerbauhütte vor dem 30. Jubiläum der Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit im nächsten Jahr.«

Die UNESCO hat sich für eine Anerkennung der Zwingerbauhütte als Beispiel Guter Praxis ausgesprochen, weil sie als Einrichtung des Freistaates Sachsen (Bauherr) die Schutzwürdigkeit und Wertschätzung des Bauwerkes betont und den Kontinuitätsgedanken als Grundlage des Bauwerkserhalts lebt. Mit ihren Arbeitsverfahren und der Ausbildungsorientierung würdigt und unterstützt sie das sächsische Handwerk und zeigt die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in Sachsen und Deutschland. Restauratoren, Bildhauer und Steinmetze arbeiten hier in einem auf das Bauwerk optimierten Arbeitsfeld zusammen; pflegen und bewahren Rituale. Das Wissen wird dabei wissenschaftlich, technisch, technologisch und dokumentarisch gezielt und nachhaltig weitergegeben. Die Zwingerbauhütte ist außerdem einer der wenigen Lehrbetriebe in Sachsen, der in großem Maß Schwerpunkte im handwerklichen Wissen und Können setzt und historische Techniken praktiziert.

...ist eine Einrichtung des Freistaates Sachsen und gehört zum Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement. Sie wurde 1924 gegründet. Nach Vollendung des Wiederaufbaues des Zwingers 1968 wurde die Zwingerbauhütte aufgelöst. Im Juni 1991 erfolgte die Wiedereinrichtung als Teil der staatlichen sächsischen Hochbauverwaltung. Sie feiert nächstes Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum. 2002 bezog sie ihren Standort in Zwingernähe mit Restaurierungswerkstatt, Freiarbeitsplätzen, Magazinen, Büros und Sozialräumen. Alle 11 Mitarbeiter sind Angestellte des Freistaates Sachsen. Seit 1998 wurden 24 Lehrlinge ausgebildet, in der Regel ein Lehrling pro Jahr. Dabei werden traditionelle Handwerkstechniken vermittelt und z.B. mit der Freisprechung der Lehrlinge auch traditionelle Handwerksbräuche gepflegt.

Zu den Aufgaben der Zwingerbauhütte gehört eine kontinuierliche Restaurierung des Zwingers und die Pflege des Wissens rund um alte Handwerkstechniken. Dabei unterscheidet sich die heutige Arbeitsweise kaum von denen des 18. Jahrhunderts. Die meisten Arbeiten werden wie eh und je von Hand erledigt und auch die Werkzeuge sind fast ausschließlich von Hand gefertigt.

Neben der Bauwerkspflege gehört die Weitergabe von Fachwissen an Freiberufler, Fachfirmen, Denkmalschutzbehörden und Gästeführer zu den Aufgaben der Zwingerbauhütte. Ebenso wie Öffentlichkeitsarbeit durch Fachvorträge und -seminare, die Betreuung von Diplomarbeiten und Praktikanten sowie Führungen von Schulklassen und Fachgruppen. Aber auch die Pflege von Datenbanken und die Dokumentation bilden wichtige Grundlagen für die Weitergabe des Wissens an die nächsten Generationen. Nicht zuletzt sind alle Aufgaben auch verbunden mit der Werbung für den ehrbaren Beruf als Steinmetz, Bildhauer oder Steinrestaurator.

Zurzeit arbeitet die Zwingerbauhütte an der Bogengalerie L und dem Französischen Pavillon. Hier sind sehr anspruchsvolle restauratorische Maßnahmen an den Fassaden notwendig. So befindet sich der skulpturale Schmuck gerade in den Werkstätten und wird dort entsalzt, repariert und lasiert.

Der Zwinger ist eines der bedeutendsten barocken Baudenkmäler Europas. Erbaut wurde er zwischen 1709 bis zirka 1728 unter Kurfürst Friedrich August I., bekannt als August der Starke, als steinernes Zeichen seines Macht- und Repräsentationswillens. In seiner langen Geschichte durchlief er sechs Restaurierungsphasen.

Das Bauhüttenwesen bildete sich im Mittelalter um die Baustellen der Großkirchen in Europa heraus. Charakteristisch ist eine kontinuierliche, multidisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Gewerke zur Erhaltung eines Bauwerkes. Die Bauhütten bewahren traditionelle Handwerkstechniken, überliefern Wissen und Bräuche und bilden Lehrlinge aus.

Zahlen rund um den Zwinger

15.000 m² reich gestaltete Fassadenflächen; 1,2 km Balustraden,

16 Treppenanlagen, 698 Skulpturen, 17 Brunnen und Wasserspiele, 7 Brunnenanlagen, 3.727 m² Fläche Terrassen und Galerien

Mitarbeiter/*innen der Zwingerbauhütte

2 Steinbildhauer, 2 Steinmetzen, 2 Restauratoren, 2 Lehrlinge, 1 Hüttenmeister, 1 Bauingenieurin, 1 Zwingerbaumeister

 

»Palast des Wissens« im Zentrum von Chemnitz

Die Universitätsbibliothek der TU Chemnitz öffnet am 1. Oktober 2020 nach fast fünfjähriger Bauzeit

Am 1. Oktober 2020 öffnet die neue Universitätsbibliothek der Technischen Universität Chemnitz ihre Türen – natürlich mit Einschränkungen für den laufenden Betrieb und Publikumsverkehr aufgrund der Corona-Pandemie. Damit kommen in Chemnitz die umfangreichen Umbau- und Sanierungsarbeiten auf dem Gelände der »Alten Aktienspinnerei« an der Straße der Nationen zum Schluss.

Der Freistaat Sachsen investierte rund 53 Millionen Euro. Etwa 13,6 Millionen Euro davon stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). »Nach großen Anstrengungen hat eines der bedeutendsten industriegeschichtlichen Bauwerke der Stadt Chemnitz eine neue moderne Nutzung erfahren«, so Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann. Durch den Umbau der Alten Aktienspinnerei zur Universitätsbibliothek rücke die TU Chemnitz näher an die Innenstadt heran. »Lehre und Forschung, aber auch das studentische Leben werden so künftig das Stadtbild von Chemnitz noch stärker prägen und dem nahegelegenen Brühl weitere Entwicklungsimpulse geben«, fügt der Finanzminister hinzu.

Die bisher drei dezentralen Bibliotheksstandorte, deren Magazine und das Universitätsarchiv der TU Chemnitz wurden an ei­nem Ort in unmittelbarer Nähe des Hauptgebäudes der Universität konzentriert. Somit besteht eine hervorragende ver­kehrstechnische Anbindung an das »Chemnitzer Modell«, das die umliegende Region enger mit der Stadt und dem Hauptbahnhof verbindet. Insgesamt 38 Kilometer Bibliotheks- und Archivgut zogen in die neue Unibiliothek – das sind mehr als 1,2 Millionen Bücher und Zeitschriften. Die Universität verfügt damit über ein Lern- und Kommunikationszentrum mit mehr als 700 Arbeitsplätzen für diverse Arten des Lernens und Arbeitens: von stillen Einzelarbeits­plätzen und Lesekabinen über die gemeinschaftlich genutzten Arbeitsplätze im zentralen Lesesaal bis zu Plätzen im Lern- und Kommunikationsbereich für Gruppenarbeit. Im Erdgeschoss entstand ein attraktiver Ort für Veranstaltungen. Zudem ermöglicht ein Lesegarten hinter dem Gebäude Lernen im Freien.

Das historische Gebäude der Alten Aktienspinnerei bestand vor dem Zweiten Weltkrieg aus einem zentralen fünfgeschossigen Mittelbau mit Zierbekrönung sowie zwei langgestreckten viergeschossigen Seitenflügeln mit Satteldach und markanten Ecktürmen. Aufgrund der Umnutzung des historischen Industriegebäudes zur Bibliothek und der heutigen komplexen Anforderungen an ein modernes Gebäude waren umfangreiche Anpassungen des Bestandes erforderlich. Die beiden Seitenflügel wurden weitgehend erhalten. Die Kubatur sowie die Fassadengestaltung der historischen Aktienspinnerei wurden in ihrer ursprünglichen Form wieder hergestellt. Die Fenster erhielten ihre alten Formate mit Bögen, Sandsteingesimse und -gewände wurden wieder hergestellt und das Erdgeschoss erhielt seinen Bossenputz zurück. Der Mittelbau sowie die äußeren Giebelfelder der Seitenflügel wurden entkernt und mit einer geänderten inneren Struktur, die der neuen Nutzung durch die Bibliothek Rechnung trägt, aufgebaut. Ein Anbau nördlich des Mittelbaus schafft nun Raum für das Magazin. Im Gebäude entstand eine Nutzfläche von insgesamt 12.354 Quadratmeter. Dem Typus der bestehenden Gebäudestruktur folgend wurden in den seitlichen Gebäudeflügeln die Freihandbereiche der Bibliothek angeordnet. Der Mittelteil wurde mit zentralen Funktionen wie Eingangshalle, Haupterschließung und Lesesaal besetzt. Die Verwaltung wurde an den Giebelseiten im Osten und Westen und im Mittelbau untergebracht.

Die Baumaßnahme wurde gemäß dem Siegerentwurf der Architekten Siegmar Lungwitz, Lydia Heine, Thorsten Mildner (alle Dresden) und Thomas Rabe (Berlin) unter der Leitung der Niederlassung Chemnitz des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement durchgeführt. Die Bauarbeiten begannen im April 2014 mit dem

Rückbau leerstehender Gebäude rund um das Hauptgebäude. Ab Oktober 2014 wurden die Seitenflügel beräumt, von allen Einbauten befreit und in den Rohbauzustand versetzt. Dabei wurden etwa 6.500 Tonnen Bauschutt zum großen Teil in Handarbeit aus dem Gebäude gebracht. Das wertvolle gusseiserne Tragwerk mit gemauerten Kappengewölben wurde wieder sichtbar gemacht. Im Juli 2015 begann die Komplettentkernung des Mittelbaus. Die Außenwände wurden parallel dazu statisch gesichert und im Anschluss die Baugrube für den Mittelbau und den Magazinanbau hergestellt. Insgesamt wurden etwa 21.500 Tonnen Abbruchmaterialien beseitigt.

Auch mit Überraschungen mussten die Bauleute umgehen. Der extrem schlechte Baugrund musste verstärkt und die Deckenkonstruktionen stellenweise umfangreich saniert sowie teilweise erneuert werden. Insgesamt wurden rund 330 Stahlfenster eingebaut, etwa 185 Kilometer Kabel verlegt und allein im Freihand-Bereich rund 22.000 Regalmeter aufgebaut.

Die im Baustil des historischen Eklektizismus in Chemnitz errichtete Aktienspinne­rei entstand von 1857 bis 1859 infolge der Gründung einer Aktiengesellschaft als damals größte Spinnerei Sachsens mit 60.000 Spindeln. Abweichend von früheren Spinnereien hatte der Architekt Friedrich Theodor Roschig das Gebäude vor allem wegen der Brandgefahr ganz aus Eisen und Stein projektiert, also weitgehend auf Holz als Baumaterial verzichtet. Damit galt das Gebäude als eines der brandsichersten in der Stadt. Der Spinne­reibetrieb endete 1914. Bereits 1905 ging das Areal in das Eigentum der Stadt Chemnitz über.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer beschädigt und verlor sein Dach und das oberste Geschoss. In der Folge wurde es unter anderem als Essenausgabe, Provisorium für das zer­störte Opernhaus, Kaufhaus, Stadtbibliothek, Bürohaus und Puppenthea­ter und zuletzt als Galerie genutzt. Seit 2011 ist das Gebäude Eigentum des Freistaates Sachsen.

Mitte 2015 begann der Umbau zur Universitätsbibliothek der TU Chemnitz, ab Juni 2020 konnten die bisherigen drei Bibliotheksstandorte und deren Magazine im Gebäude der Alten Aktienspinnerei zusammengelegt werden.

 

Umbau des Dresdner Blockhauses zum Archiv der Avantgarden kommt gut voran

Das Blockhaus in Dresden wird derzeit zum Archiv der Avantgarden umgebaut. Das prominente Barockgebäude am Ufer der Elbe wird künftig als Ort der Forschung und Ausstellungshaus für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden dienen. Hinter der denkmalgeschützten Fassade ist das Gebäude bereits nahezu vollständig entkernt. Im Anschluss wird es nach den Plänen der spanischen Architekten Fuesanta Nieto und Enrique Sobejano umgebaut. Ab Ende 2022 kann dann die Sammlung Egidio Marzonas mit etwa 1,5 Millionen Kunstobjekten einziehen.

Finanzminister Hartmut Vorjohann hat sich zusammen mit Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch und der Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Prof. Dr. Marion Ackermann bei einem Besuch auf der Baustelle einen Eindruck vom Baufortschritt gemacht. Ebenfalls anwesend war Daniel Marzona, Sohn des Kunstsammlers und Stifters Egidio Marzona.

Durch den Umbau unter Regie des Staatsbetriebes Sächsisches Bau- und Immobilienmanagement (SIB) entsteht ein Gebäude mit vertraut historischer Ansicht und einem architektonisch und statisch anspruchsvollen, modernen Innenraumkonzept. Die äußere Hülle des Blockhauses und die noch original vorhandene Bausubstanz bleiben erhalten. Im Gegensatz dazu wird der Innenraum mit 1.900 Quadratmetern Nutzfläche völlig neu gestaltet. Wände und Decken werden entfernt und ein offener Raum geschaffen. Im Zentrum wird ein »schwebender« Betonkubus den Raumeindruck prägen, der das eigentliche Archiv der Avantgarden beinhaltet. Dieser wird umgeben sein von weitestgehend offenen und frei nutzbaren Flächen in Form eines Galeriegeschosses und einer multifunktionalen Präsentationsfläche unterhalb des Kubus.

Damit das denkmalgeschützte Gebäude nach dem Umbau modernste Anforderungen erfüllt, werden als Schutz gegen Hochwasser im Untergeschoss eine wasserundurchlässige Bodenplatte und Wand eingebaut. Ein früherer Ausgang zur Augustusbrücke kann im Falle eines Brandes als Fluchtweg geöffnet werden. Der Außenbereich erhält an der Südseite eine neue Gestaltung mit barrierefreiem Zugang zum Untergeschoss. Der Garten bleibt in seiner Optik gemäß den Forderungen der Denkmalpflege erhalten und bekommt neue Sitzgelegenheiten, die künftig zum Verweilen einladen. Im Bereich des Blockhausvorplatzes wird zudem durch eine Rampe ein barrierefreier Zugang geschaffen, der nach dem Ende der Bauarbeiten von allen Besuchern als barrierefreie Anbindung zur Elbe genutzt werden kann.

Für den Umbau des Dresdner Blockhauses sind derzeit Kosten in Höhe von rund 25 Millionen Euro veranschlagt. Weitere rund drei Millionen Euro sind für die Neugestaltung der Außenanlagen vorgesehen. Die umfangreichen Bauarbeiten sollen bis Ende 2022 abgeschlossen sein.

Das Blockhaus wurde nach Plänen von Zacharias Longuelune (1669 - 1748) ab 1732 als Wachgebäude errichtet. 1749 - 1755 wurde das Gebäude mit einem Mezzaningeschoss und einem neuen Dach aufgestockt und in der Folge nicht nur als Wache, sondern auch zu Wohn- und Verwaltungszwecken genutzt. Infolge der Bombardierungen des 2. Weltkriegs im Februar 1945 wurde das Gebiet des Neustädter Marktes mit den umliegenden Gebäuden weitgehend zerstört. Das Blockhaus brannte vollständig aus und blieb 35 Jahre lang Ruine. In den Jahren 1978 - 82 wurde es für eine Veranstaltungsnutzung wiederaufgebaut und in seinen ursprünglichen Zustand von 1892 zurückversetzt. Das Gebäude ging 1994 in das Eigentum des Freistaates Sachsen über, der es für Veranstaltungen der Landesregierung nutzte. Zudem hatte die Sächsische Akademie der Künste, die Außenstelle Dresden der Sächsischen Akademie der Wissenschaften und die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt darin ihren Sitz. Durch das Elbehochwasser im Sommer 2013 wurde das Gebäude stark geschädigt und war nicht mehr nutzbar.

 
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