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Ein|Blick in die Arbeit des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen.

 

Schlosskapelle im Dresdner Residenzschloss erstrahlt in neuem Glanz

Nach Jahren des Wiederaufbaus und der kunstvollen Rekonstruktion erstrahlt die Schlosskapelle in neuem Glanz und lädt ihre Gäste zu Veranstaltungen und Führungen ein.

Finanzminister Christan Piwarz übergab am 10. November 2025 in Anwesenheit des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Dr. Wolfram Weimer, sowie Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch feierlich den Schlüssel an Dr. Bernd Ebert, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD).

Was 1988 als schlichter Rohbau begann, ist heute ein architektonisches Meisterwerk von unvergleichlicher Schönheit. Über Sandstein, Glas und Beton spannt sich scheinbar schwerelos das rekonstruierte Schlingrippengewölbe – ein filigranes Spiel aus Licht, Linie und Struktur. Es entstand zwischen 2010 und 2013 in einem weltweit einmaligen Rekonstruktionsprozess.

Fachleuten gelang es erstmals, ein mittelalterliches Schlingrippengewölbe nach originaler Technik neu zu errichten – mit handgestrichenen Ziegeln und doppelt gekrümmten Sandsteinrippen, die Geschichte, Handwerkskunst und Vision zu einem beeindruckenden Raumerlebnis vereinen.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Dr. Wolfram Weimer würdigte die Bedeutung der Schlosskapelle für Kultur und Gesellschaft: »Das Dresdner Residenzschloss und seine Museen sind fundamentaler Bestandteil deutscher und europäischer Kulturgeschichte. Sie machen Dresden zu einer Kulturmetropole von Welt. Und das Residenzschloss ist mehr als Schönheit. Es zeigt deutsche Geschichte in ihrer ganzen Komplexität: künstlerische Pracht und Blüte, Zerstörung und Wiederaufbau, Verlust und Erneuerung. Was wir hier heute auch feiern, ist die Exzellenz dieses Projekts. Die Rekonstruktion des Residenzschlosses ist eine magische Symbiose aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, eine einzigartige Verschmelzung von Handwerk, Technik und Wissenschaft im Dienst unseres kulturellen Erbes. Das Ergebnis ist ein internationales Aushängeschild der Kulturnation Deutschland.«

Finanzminister Christian Piwarz betonte die generationenübergreifende Bedeutung des Projekts: »Die rekonstruierte Schlosskapelle mit ihrem nun erfolgten Ausbau schlägt eine Brücke zwischen Tradition und Moderne. Die Kapelle ist ein Gemeinschaftswerk und war, wie der Wiederaufbau des Dresdner Residenzschlosses, eine Generationenaufgabe. Ich lade alle Interessierten herzlich ein, sich zum Tag der offenen Schlosskapelle am 15. November selbst ein Bild von der weltweit einmaligen Handwerkskunst zu machen.«

Mit finanzieller Unterstützung des Bundes begann ab Anfang 2023 der Ausbau der Schlosskapelle zu einem multifunktionalen Veranstaltungsraum für 270 Besucher. Nach knapp drei Jahren Bauzeit können nun Kunst und Kultur einziehen und das steingewordene Zeitdokument in voller Pracht erklingen lassen.

Bedeutende Teile des gesamten Wiederaufbaus des Dresdner Residenzschlosses wurden erst durch die Unterstützung des Bundes möglich. An den 8,4 Millionen Euro für den nun erfolgten Ausbau der Schlosskapelle beteiligte sich der Bund mit 3,75 Millionen Euro. Zusammen mit dem Einbau des Schlingrippengewölbes kostete die Wiederherstellung der Schlosskappelle rund 12 Millionen Euro.

Bis zur Fertigstellung aller Bereiche des Dresdner Residenzschlosses im Jahr 2027 investieren der Freistaat Sachsen und der Bund voraussichtlich rund 407 Millionen Euro in den Wiederaufbau – ein nachhaltiges Bekenntnis zu Sachsens kulturellem Erbe.

Ab dem 19. November kann die Schlosskapelle im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Alle Informationen zu Terminen und Tickets finden Sie auf der Seite der Staatlichen Kunstsammlung Dresden Rundgang Schlosskapelle.

Hintergrund:

Fachleuten gelang es, das Schlingrippengewölbe nach traditioneller Technik mit Ziegeln und doppelt gekrümmten Sandsteinrippen von Grund auf neu aufzubauen. Der Einbau des Gewölbes geht auf spätgotische Wölbtechniken zurück. Für den Wiederaufbau konnte ein Team von Planern, Wissenschaftlern, Restauratoren und Baupraktikern das Geheimnis der Bauhütten ergründen. Hier wurde modernste Computertechnik mit traditioneller Handwerkskunst verbunden. Die handgestrichenen Ziegel wurden nach historischem Vorbild und Format hergestellt.

Beim Ausbau der Schlosskapelle erfolgte die Rekonstruktion der Emporen, der Sandsteinarchitektur der Längswände sowie die Ausstattung mit modernster Beleuchtung und Tontechnik. Dezente Brüstungen zur Abgrenzung der Seitennischen sorgen heute gleichzeitig für eine ausgewogene Raumbelüftung.

Sämtliche Oberflächen blieben unbehandelt. Weder Sandstein noch Putz wurden gestrichen oder marmoriert. Das Material selbst sollte sprechen. Das Ergebnis ist ein Zeugnis spätgotischer Raumkunst von einmaliger ästhetischer Wirkung.

Rekonstruiert wurden:
• die Orgelempore und die Musikerempore auf der Ostseite
• zwei übereinanderliegende Westemporen mit einem kleinen Schlingrippengewölbe
• sowie die Bogenarchitektur der Nord- und Südseite aus Naturstein

Die wiederhergestellte frühbarocke Musikerempore hatte Heinrich Schütz nach einem Entwurf von Oberlandbaumeister Wolf Caspar von Klengel einbauen lassen. Sie diente einst als Platz für zusätzliche Orgeln sowie für weitere Musiker und wurde nun nach historischen Quellen rekonstruiert.

Über der sogenannten Kurfürstenempore (untere Westempore) schwebt ein zweites, kleineres Schlingrippengewölbe als eine architektonische Inszenierung, die einst der Erhöhung des Kurfürsten Moritz von Sachsen diente. Künftig kann von allen Emporen wieder musiziert und gesungen werden, ganz im Sinne der Kompositionsweisen und Aufführungspraxis von Heinrich Schütz. Er setzte Musiker an unterschiedlichen Positionen im Raum ein, um eindrucksvolle Echo- und Raumwirkungen zu erzielen.

Auch der Eingang zur Schlosskapelle, das berühmte »Schöne Tor«, ist in der europäischen Kunstgeschichte einmalig und ein bedeutendes Zeugnis der Renaissance. Giovanni Maria da Padova schuf den Entwurf, der um 1555 von dem Dresdner Bildhauer Hans Walther II. zusammen mit italienischen Handwerkern ausgeführt wurde. Nach der Entwidmung der Schlosskapelle 1737 wurde das Schöne Tor abgebaut und erlebte eine wechselvolle Geschichte mit Stationen in der Sophienkirche und am Jüdenhof des Johanneums. Im Zuge des Wiederaufbaus kehrte es aufwendig restauriert 2009 an seinen ursprünglichen Platz im Dresdner Residenzschloss zurück.

Beim Luftangriff auf Dresden am 13. Februar 1945 brannte das Dresdner Residenzschloss weitgehend aus. Mit der heutigen Wiedereröffnung schließt sich nun der Kreis einer über 500-jährigen Geschichte.

 

Historie trifft Zukunft: Beyer-Bau nach Sanierung, Modernisierung und Umbau an die TU Dresden übergeben

Modernste Bedingungen für Forschung, Lehre und Studium

Nach einer umfassenden Sanierung und denkmalgerechten Modernisierung wurde am 16. Oktober 2025 der Beyer-Bau auf dem Dresdner Uni-Campus offiziell an die Technische Universität Dresden (TUD) übergeben.

Seit 2018 wurde der Beyer-Bau generalsaniert, um die Fakultät Bauingenieurwesen zentral zu bündeln und die Fachrichtung Geowissenschaften dauerhaft am Standort zu verankern. Die Gesamtbaukosten betragen rund 76,5 Millionen Euro, davon stammen rund 8,2 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Den überwiegenden Anteil von rund 68,3 Millionen Euro stellte der Freistaat Sachsen bereit.

Finanzminister Christian Piwarz würdigte das Projekt: »Mit der feierlichen Übergabe des Beyer-Baus setzen wir ein sichtbares Zeichen für die Verbindung von Tradition und Moderne. Historische Bausubstanz wurde erhalten, zeitgemäße Technik integriert und die Weichen für exzellente Forschung und Lehre gestellt. Als Bauherr freuen wir uns, dass der Beyer-Bau künftig den modernen Anforderungen an Forschung und Lehre gerecht wird und ein zentraler Bestandteil des TUD-Campus bleibt.«

Modernes, energieeffizientes Hochschulgebäude mit historischer Substanz

Der Beyer-Bau bietet moderne Arbeits- und Lehrräume, Labore, PC-Pools, Übungs- und Seminarräume sowie Hörsäle. Die Fakultät Bauingenieurwesen mit ihren Instituten für Mechanik und Flächentragwerke, Baukonstruktion, Baubetriebswesen, Bauinformatik, Wasserbau und Technische Hydromechanik, Massivbau, Geotechnik und Stahlbau ist hier angesiedelt. Zudem befinden sich hier das Dekanat Bauingenieurwesen und das Fakultätsrechenzentrum.

Der Südosteingang wurde zum neuen Haupteingang des Beyer-Baus umgestaltet, und auch der 41 Meter hohe Turm mit dem Lohrmann-Observatorium erhielt eine Sanierung. Dabei blieb seine ursprüngliche Form erhalten, ergänzt durch moderne Glasfassaden- und Leichtbauelemente. Historische Hörsäle wurden renoviert, Innenhöfe überbaut und der Verbinderbau aufgestockt, wodurch zusätzliche Büroflächen entstanden.

Zur Generalsanierung gehören außerdem brandschutztechnische Maßnahmen, die Erneuerung der Haustechnik, der Aufbau moderner Datentechnik und umfangreiche energetische Maßnahmen wie Innendämmungen, eine neue Heiz- und Kältezentrale und die Verstärkung historischer Decken mit Carbonbeton. Trotz komplexer baulicher Herausforderungen wie unterdimensionierten Fundamenten und Schadstofffunden konnte die historische Substanz bewahrt und gleichzeitig ein modernes, energieeffizientes Hochschulgebäude geschaffen werden.

Das historische Gebäude wurde nach Plänen des Architekten Martin Dülfer errichtet und im Jahr 1913 eingeweiht. Es zählt zu den ältesten und markantesten Gebäuden des Hauptcampus und ist eng mit der Geschichte der Bauingenieurwissenschaften und Geowissenschaften verbunden.

 

Dresdner Zwingerhof nach umfangreicher Sanierung wieder vollständig geöffnet

Frisch saniert und modernisiert – so präsentiert sich der neue Dresdner Zwingerhof.

Nach etwas mehr als viereinhalb Jahren Bauzeit ist er nun wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Mit einem Festakt, an dem unter anderen Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Finanzminister Christian Piwarz teilnahmen, wurde am 14. Oktober 2025 das bedeutende barocke Gartenensemble in seiner neuen Pracht übergeben.

Seit Baubeginn im Februar 2021 wurden wichtige Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten vorgenommen, begleitet von umfangreichen archäologischen Untersuchungen. Bereits seit Mai 2025 war ein Teilbereich des Innenhofes für Besucher geöffnet. Nun erstrahlt der gesamte Zwingerhof wieder in voller Schönheit. Im nächsten Frühjahr kehren dann auch die Orangenbäumchen wieder zurück.

Sachsens Finanzminister und oberster Bauherr, Christian Piwarz, würdigte das Zusammenspiel unterschiedlichster Berufe und Gewerke, um den Zwingerhof wieder in alter-neuer Pracht erstrahlen zu lassen: »Der Zwinger ist Baudenkmal, archäologischer Zeitzeuge, Ort für Kunst, Kultur und Festlichkeiten, Gartenanlage und Erlebnisraum für Millionen Besucher jährlich. Die Sanierung musste dieser Multifunktionalität gerecht werden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.«

Rund 17 Millionen Euro hat der Freistaat Sachsen in die seit Februar 2021 laufende Sanierung des Zwingerhofes investiert. Damit knüpft das Projekt an eine jahrzehntelange Pflege und Modernisierung des Ensembles an. Von 1991 bis 2024 flossen insgesamt rund 222 Millionen Euro in Erhalt und Modernisierung des Zwingers, einschließlich der Sempergalerie.

Unter Bauleitung des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) und in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege wurde der Innenhof behutsam erneuert: Neben der sichtbaren Neugestaltung mit neuem Wegebelag, frisch angelegten Rasenflächen nach historischem Vorbild sowie einer modernen Beleuchtung fanden vor allem umfangreiche Arbeiten im Untergrund statt. Bevor die zuvor verschlissenen Oberflächen ersetzt wurden, erhielt der Hof ein zeitgemäßes Mediennetz zur Entwässerung, für Wasser- und Elektroversorgung und für Datenleitungen.

Dadurch sind künftig auch Veranstaltungen und Konzerte technisch abgesichert. Darüber hinaus wurden zwei Brunnenbecken saniert, an der Sempergalerie eine barrierefreie Rampe ergänzt und befestigte Wege zu den Museen angelegt, um den Schmutzeintrag in die Ausstellungsräume zu reduzieren.

 

Kutschenmuseum auf Schloss Augustusburg feierlich eröffnet

Die deutsche Museumslandschaft hat einen Neuzugang: Nach dreijährigem Komplettumbau wurde am 26. September 2025 die Eröffnung des neu konzipierten Kutschenmuseums auf Schloss Augustusburg gefeiert.

Auf 1.100 Quadratmetern machen 25 Kutschen aus drei Jahrhunderten, interaktive Stationen, ein Kutschensimulator und szenische Einbettungen Mobilitätsgeschichte erlebbar.

Ein neuer Magnet im Erzgebirge

Finanzminister Christian Piwarz würdigte zur Eröffnung die Neugestaltung als herausragendes Projekt für Kultur und Region. »Mit Investitionen von 9,1 Millionen Euro hat der Freistaat hier ein klares Bekenntnis zu Kultur und Region abgelegt. Das Kutschenmuseum schlägt eine Brücke zwischen Geschichte und Moderne und verbindet historische Exponate mit einem innovativen Museumskonzept. Wir machen Schloss Augustusburg zu einem Magneten für Gäste aus nah und fern und stärken zugleich die Lebensqualität im ländlichen Raum«.

Vom Staatswagen bis zum bäuerlichen Pritschenwagen

Die Ausstellungsstücke zeigen in mehrfacher Hinsicht einen Querschnitt der Kulturgeschichte der Mobilität. Dabei werden spannende Kontraste eröffnet: Zu den Exponaten zählen herrschaftliche Staatswagen und Galakutschen vom kurfürstlichen und königlichen Hof in Dresden, Alltags- und Arbeitskutschen von Bürgern und Bauern sowie besondere Stücke wie eine Kinderkutsche und eine Feuerspritze.

Das neu konzipierte Kutschenmuseum ist rund zweieinhalbmal größer als sein Vorgänger. Die Anzahl der ausgestellten Kutschen und Schlitten stieg nicht im gleichen Maß – und das mit Absicht: »Wir wollen den Exponaten Raum geben und zeigen, was alles in den Ausstellungsstücken steckt. Dabei machen wir unseren Gästen Angebote, Inhalte nach Interessen zu vertiefen und selbst aktiv zu werden«, erläuterte Patrizia Meyn und verwies damit auf die Konzeption.

Zu den Höhepunkten zählen das interaktive Kutschenrennen, das nachgebaute Interieur zum Probesitzen, das Explosionsmodell einer Kutsche und der eigens entwickelte Kutschensimulator. Dabei können die Museumsbesucherinnen und -besucher selbst die Zügel in die Hand nehmen und eine Kutsche durch eine Stadt lenken.

Hochwertiger Bau für die Region

Die aufwendigen Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten wurden unter der Leitung der Niederlassung Chemnitz des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement erfolgreich umgesetzt. Rund sieben Millionen Euro flossen in die bauliche Erweiterung des Kutschenmuseums, die Neugestaltung des Ausstellungskonzepts im gesamten Erdgeschoss des Stallgebäudes sowie in die Einrichtung eines Veranstaltungsraums im Dachgeschoss. 2,1 Millionen Euro kostete die Ausstattung der Museumsräume. Die Maßnahme wurde finanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

 

Richtfest für das neue Amtsgericht Zwickau

Das alte Gerichtsgebäude am Dr.-Friedrichs-Ring in Zwickau wird zu einem modernen Amtsgericht umgebaut. Am 25.09.2025 feierten Finanzminister Christian Piwarz, Justizministerin Prof. Constanze Geiert und die Direktorin des Amtsgerichts Zwickau, Eva-Maria Ast, gemeinsam mit Handwerkern, Vertretern des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) sowie der Justiz und zahlreichen Gästen das Richtfest.

Bis 2028 entsteht für rund 42 Millionen Euro ein moderner Gerichtsstandort. Das denkmalgeschützte Bestandsgebäude wird sorgfältig saniert und durch einen Anbau ergänzt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können dann alle gemeinsam unter einem Dach in modernen, barrierefreien Büros arbeiten. Alt- und Neubau wachsen zu einer funktionalen Einheit zusammen, die kurze Wege ermöglicht.

Finanzminister Christian Piwarz: »Mit dieser Investition stärken wir nicht nur die Arbeitsbedingungen der Justiz, sondern auch den Standort Zwickau. Das Amtsgericht wird zu einem Haus, das Geschichte atmet, zugleich aber modernste Anforderungen erfüllt. So bleibt Bewährtes erhalten und es entsteht Raum für die Zukunft.«

Auf einer Fläche von rund 5.000 Quadratmetern entstehen – unter Beachtung der Sicherheitsanforderungen der Justiz – 130 Büros, zehn Sitzungssäle, Registraturräume für mehr als 6.000 laufende Meter Akten sowie ein großzügiger Schulungsraum.

An dem historischen Gebäude ist eine Vielzahl von originalen Befunden von baugeschichtlichem Wert erhalten. Im Zuge der Sanierung werden einige Wandmalereien im Treppenhaus, einzelne historische Türen sowie die Treppengeländer aufwendig restauriert. Die markante Fassade des Altbaus wird restauriert und findet später auch im Neubau eine Entsprechung. So entsteht ein sichtbares Zusammenspiel von Tradition und Gegenwart. Flächendeckende Dateninfrastruktur, Sitzungssäle mit Medientechnik, drei neue Aufzüge und moderne Brandschutzsysteme machen das Haus zukunftsfähig.

Der Baugrund und die historische Substanz stellten den SIB sowie die Planer vor besondere Herausforderungen. Für den Anbau mussten 160 Bohrpfähle zur Baugrundverbesserung gesetzt werden, weitere 100 waren zur Stabilisierung des Altgebäudes erforderlich.

Das Amtsgericht blickt auf eine lange Geschichte zurück: 1853 als Amtsgericht errichtet, diente es später als Standes- und Finanzamt der Stadt Zwickau. Seit November 2010 war es – bis zum Beginn der Bauarbeiten 2022 – erneut Amtsgericht. Während der Bauzeit sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ein Interim in die Pölbitzer Straße 9 gezogen. Daneben sind sie wie bisher auf drei weitere Standorte in Zwickau verteilt. Insgesamt arbeiten 156 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 138 Anwärterinnen und Anwärter für das Amtsgericht Zwickau.

 

Das Landgestüt Moritzburg hat eine neue Multifunktionsreithalle

Der beeindruckende Bau wurde am 5. August 2025 feierlich an Landstallmeisterin Dr. Kati Schöpke übergeben. Ministerpräsident Michael Kretschmer, Finanzminister Christian Piwarz und Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch würdigten das Projekt als zukunftsweisenden Schritt für die sächsische Pferdewirtschaft.

Mit einer Fläche von 4.200 m² bietet die neue Halle Platz für 824 Besucher und ist das Herzstück eines umfassenden Bau- und Modernisierungsprogramms für das Gestüt. Es soll damit die Pferdezucht und Ausbildung in Sachsen nachhaltig gestärkt werden. Seit 1991 hat der Freistaat rund 30 Mio. Euro in das Landgestüt Moritzburg investiert.

Die Halle wurde unter der Leitung unseres Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement errichtet. Sie überzeugt nicht nur durch modernste Technik, sondern u. a. auch durch:

  • eine nachhaltige Bauweise in Holz-Hybrid
  • einen Ebbe-Flut-Reitboden zur präzise Regulierung der Bodenfeuchtigkeit
  • eine Zisterne und drei Regenrückhaltekanäle mit 172 Kubikmetern zur Regenwassernutzung
  • eine Photovoltaikanlage mit 216 Modulen
  • eine Infrarot-LED-Deckenstrahlungsheizung mit 81 Modulen im Tribünenbereich

Endspurt für den Ausbau des Dresdner Residenzschlosses – Schlosskapelle soll wieder Veranstaltungsort werden

Der Endspurt für den Ausbau des Dresdner Residenzschlosses ist eingeläutet. Zurzeit laufen unter Leitung des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) die Arbeiten zum Ausbau der Schlosskapelle als multifunktionaler Veranstaltungsraum.

Finanzminister Christian Piwarz verschaffte sich heute einen Überblick über das aktuelle Baugeschehen: »Viele Generationen arbeiten seit Jahrzehnten am Wiederaufbau des Dresdner Residenzschlosses. Jetzt läuten wir den Endspurt ein. In einem Jahr wollen wir mit dem Dresdner Schloss in wesentlichen Teilen fertig sein. Bereits ab Oktober dieses Jahres soll in der ehemaligen Schlosskapelle wieder musiziert und gesungen werden. Die Schlosskapelle verwandelt sich gerade in einen flexiblen Veranstaltungsraum. Wir geben Dresden und der Musikwelt ein Stück Geschichte zurück«.

Neben dem Ausbau der Schlosskapelle erfolgt seit Januar 2023 die Rekonstruktion des Propositionssaals und des Großen Ballsaals im Nordflügel. Vor wenigen Tagen wurden die großen Gerüste in den beiden Sälen entfernt und der Raumeindruck ist jetzt erstmalig erlebbar. Diese Säle werden Anfang 2026 an die Rüstkammer der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) übergeben. Für die Rekonstruktion beider Säle investieren Bund und Freistaat rund 21 Millionen Euro.

Aus heutiger Sicht werden bis zur Fertigstellung aller Bereiche im Jahr 2027 voraussichtlich rund 407 Millionen Euro vom Bund und Land für den Wiederaufbau des Gesamtkunstwerkes Dresdner Schloss investiert.

Informationen zum Baugeschehen Schlosskapelle

Der Ausbau der Schlosskapelle erfolgt in zwei Etappen. Die erste Etappe war der Einbau des Schlingrippengewölbes im Zeitraum von 2010 bis 2013. Die Schlosskapelle bekam so ihre prägende spätgotische Raumstruktur zurück.

Die zweite und derzeit laufende Etappe ist die Rekonstruktion weiterer Elemente und der Ausbau der Schlosskapelle als multifunktionaler Veranstaltungsraum für 270 Besucher.

Der Raum entspricht künftig handwerklich und materiell dem historischen Vorbild und bietet alle Voraussetzungen für verschiedene öffentliche Nutzungen. 

Folgende Architekturelemente werden rekonstruiert:

  • Orgelempore (Ostseite)
  • Musikerempore (Ostseite)
  • zwei übereinanderliegende Westemporen
  • Bogenarchitektur der Nord- und Südseite aus Naturstein.

Alle Oberflächen bleiben sichtbar und unbehandelt. Das heißt Sandstein und Putz werden nicht gestrichen oder marmoriert. Auch das Schlingrippengewölbe wird nicht geputzt.

Die Trockenbauer arbeiten zurzeit an der Wiederherstellung der frühbarocken Musikerempore. Sie besteht aus einer Stahlträgerkonstruktion mit Holzbrüstung, von der aus künftig musiziert und gesungen werden kann. Außerdem werden kleine Brüstungen zur Abgrenzung der Seitennischen eingebaut, die gleichzeitig für eine gute Raumbelüftung sorgen. An der oberen Westempore laufen die Natursteinarbeiten zur Verkleidung.

Der Raum wird mit modernster Beleuchtung und Tontechnik ausgestattet. Im Oktober 2025 soll die ehemalige Schlosskapelle als neuer, öffentlicher Veranstaltungsraum feierlich an die SKD übergeben werden und kann danach über diese angemietet werden.

Baubeginn: 2023, Übergabe: Oktober 2025
Kosten: 8,4 Millionen Euro (davon 3,75 Mio. € Bundesmittel)

 

Herzlich willkommen, Christian Piwarz!

Wir freuen uns, ihn als neuen Finanzminister des Freistaates Sachsen begrüßen zu dürfen! Am 19. Dezember 2024 überreichte Ministerpräsident Michael Kretschmer ihm feierlich die Berufungsurkunde. Im Anschluss erfolgte die Staffelstabübergabe im Lichthof des Finanzministeriums von Hartmut Vorjohann, der das Amt seit Ende 2019 innehatte, an Christian Piwarz.

Als gebürtiger Dresdner und Absolvent der Rechtswissenschaften an der TU Dresden ist er seit 2006 Mitglied des Sächsischen Landtages in der CDU-Fraktion. Dort wurde er 2009 und 2014 zum 1. Stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und Parlamentarischen Geschäftsführer gewählt. Christian Piwarz bringt umfangreiche Regierungserfahrung mit. Seit Dezember 2017 war er bereits als Sächsischer Staatsminister für Kultus tätig.

Seit dem 19. Dezember 2024 steht er nun an der Spitze des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen. In dieser Rolle übernimmt er die Verantwortung für die Haushalts-, Finanz- und Steuerpolitik im Freistaat. Unter seiner Regie wird der sächsische Haushalt erstellt. Auch ist er verantwortlich für die Bau-, Liegenschafts- und Beteiligungsverwaltung, das Bezahlungsrecht der Beamten, Richter und Arbeitnehmer des Freistaates sowie den Vollzug der Steuergesetze in den Finanzämtern.

Unterstützt wird er dabei von Staatssekretär Sebastian Hecht.

Wir wünschen ihm viel Erfolg und alles Gute in seinem neuen Amt!

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