Hauptinhalt

Schaufenster

Ein|Blick in die Arbeit des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen.

 

TU Dresden Beyer-Bau | Pressetermin zum Richtfest

Die Rohbauarbeiten am Beyer-Bau der TU Dresden sind weitgehend abgeschlossen.

Zeit also, die Richtkrone aufzuhängen. Vom Baufortschritt machten sich der sächsische Finanzminister Hartmut Vorjohann gemeinsam mit der Rektorin der TU Dresden, Prof. Dr. Ursula M. Staudinger und dem Kanzler der TU Dresden, Dr. Andreas Handschuh am 5. November ein Bild vor Ort.

Seit August 2018 laufen die umfangreichen Sanierungsarbeiten am Beyer-Bau, der 1913 erbaut und 1953 nach dem Bauingenieur Kurt Beyer benannt wurde. Die denkmalgerechte Sanierung verantwortet der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB). Dabei wird auch ein bekanntes Wahrzeichen der TU Dresden, der 40 Meter hohe Turm mit Planetarium zum Teil in seiner ursprünglichen Form rekonstruiert sowie um moderne Glasfassaden- und Leichtmetallelemente ergänzt.

Mit der Fertigstellung und Übergabe an die TU Dresden wird im Jahr 2024 gerechnet. Danach können die Fakultät für Bauingenieurswesen, erstmal komplett in einem Gebäude untergebracht, und Teile des Instituts für Planetare Geodäsie in den fertiggestellten Räumlichkeiten forschen und lehren.

Insgesamt investiert der Freistaat rund 60 Millionen Euro. Davon werden 10 Millionen Euro durch EFRE-Mittel finanziert.

 

Grundsteinlegung für neuen Senckenberg-Campus in Görlitz

/
(© SMF)

v.l.n.r.: Staatssekretärin Andrea Franke (SMWK), Ministerpräsident Michael Kretzschmer, Staatssekretär Prof. Wolf-Dieter Lukas (BMBF), Oberbürgermeister der Stadt Görlitz Octavian Ursu, Museumsdirektor Prof. Willi Xylander

v.l.n.r.: Staatssekretärin Andrea Franke (SMWK), Ministerpräsident Michael Kretschmer, Staatssekretär Prof. Wolf-Dieter Lukas (BMBF), Oberbürgermeister der Stadt Görlitz Octavian Ursu, Museumsdirektor Prof. Willi Xylander
/
(© SMF)

Zeitkapsel mit Tageszeitung und Münzen

Zeitkapsel mit Tageszeitung und Münzen
/
(© SMF)

Besichtigung der Baustelle

Besichtigung der Baustelle
/
(© SMF)

Grundstein für die Zeitkapsel; im Hintergrund der neue Gebäudekomplex

Grundstein für die Zeitkapsel; im Hintergrund der neue Gebäudekomplex
/
(© © RBZ Generalplanungsgesellschaft mbH Dresden)

Visualisierung geplanter Gebäudekomplex Sammlungs- und Forschungsgebäude Senckenberg Görlitz

Visualisierung geplanter Gebäudekomplex Sammlungs- und Forschungsgebäude Senckenberg Görlitz

In der Görlitzer Innenstadt legten am 15. Oktober 2021 Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Prof. Dr. Klement Tockner feierlich den Grundstein für den neuen Gebäudekomplex des Senckenberg Museums für Naturkunde.

Unter Leitung des Sächsischen Staatsbetriebes für Immobilien- und Baumanagement (SIB) entsteht auf dem Gelände an der Bahnhofstraße und Jakobstraße seit Herbst 2020 ein neuer Forschungscampus. Er umfasst 8.300 Quadratmeter Nutzfläche und bietet zukünftig Platz für die Sammlungen und Labore der Forschungsschwerpunkte Zoologie, Geologie und Botanik. Diese sind derzeit auf mehrere Häuser in der Görlitzer Innenstadt verteilt. Auch Forschungs- und Verwaltungsgebäude, Werkstätten und eine öffentlich zugängliche Bibliothek werden in dem Areal untergebracht. Der neue Komplex soll ab 2024 genutzt werden.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer bezeichnete das Projekt als echte Bereicherung für die sächsische Museumslandschaft. »Mit dem Senckenberg-Campus schaffen Freistaat und Bund eine neue Attraktion im Herzen von Görlitz und stärken gleichzeitig die Naturforschung. Die Investition ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg von Görlitz zu einem bedeutenden Wissenschaftsstandort in Sachsen und Deutschland. Der Campus schafft endlich ausreichend Platz für internationale Forschung und die umfangreichen naturkundlichen Sammlungen. Sachsen ist dem Bund sehr dankbar für seine finanzielle Unterstützung bei diesem dringend benötigten und gleichzeitig bereichernden Vorhaben.«

Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fügte hinzu: »Ich freue mich über die heutige Grundsteinlegung des neuen Senckenberg-Campus in Görlitz. Dieses einzigartige Projekt wurde mit großem Engagement und im engen Schulterschluss aller beteiligten Akteure vor Ort, im Freistaat Sachsen und im Bund vorangetrieben. Mit dem Neubau das Senckenberg-Museums geben wir der weiteren Entwicklung des Wissenschaftsstandorts Görlitz und der Forschungsmuseen in der Leibniz-Gemeinschaft nochmal einen kräftigen Schub nach vorn: Das Bundesforschungsministerium investiert in den Neubau rund 17 Millionen Euro. Unser gemeinsames Ziel ist es, bestmögliche Bedingungen sowohl für die sammlungsbasierte Forschung als auch für die Wissensvermittlung und Wissenschaftskommunikation in Görlitz zu schaffen.«

Für Prof. Dr. Klement Tockner, Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft, tritt die Naturforschung in Görlitz mit ihrer zweihundertjährigen Tradition in eine neue Ära ein. »Hier werden die 125 Mitarbeitenden des Instituts und die 40 bis 60 Studierenden aus den internationalen Studiengängen erstmals Labore mit einer apparativen Ausstattung auf höchstem Niveau sowie modernste Räume für die etwa 6,7 Millionen Sammlungsobjekte und eine digitale Infrastruktur vorfinden. Wir suchen unsere »besten Köpfe« in der globalen Wissenschaftscommunity. Dass diese besten Köpfe in Zukunft nach Görlitz kommen, dafür bietet künftig auch dieses Haus und seine Möglichkeiten die Grundlage. Ich danke dem Freistaat Sachsen sehr herzlich für die Finanzierung des Gebäudes und dem SIB für die gute Zusammenarbeit bei der sehr aufwändigen Planung.«

Die Bauarbeiten für den neuen Gebäudekomplex an Bahnhofs- und Jakobstraße laufen planmäßig. Die vorbereitenden Arbeiten wie das Ausheben der Baugrube und das Gießen der Bodenplatte sind abgeschlossen. Auch alle grundlegenden Leitungen sind mittlerweile verlegt. Jetzt geht es an den Bau der neuen Häuser des Senckenberg-Campus. Die Rohbauarbeiten sollen bis 2022 abgeschlossen werden. Danach folgen die Dach- und Fassadenarbeiten sowie zeitlich etwas versetzt der Innenausbau. Die Fertigstellung des Senckenberg-Campus ist für Ende 2023 geplant, so dass nach der technischen Inbetriebnahme der schrittweise Umzug von über sechs Millionen Sammlungsobjekten voraussichtlich ab Sommer 2024 beginnen kann.

Für die Maßnahme werden aktuell Gesamtbaukosten von etwa 60 Millionen Euro veranschlagt. Davon stammen 17,2 Millionen Euro aus Fördermitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Das Bauvorhaben wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

Die Wurzeln des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz gehen auf das Jahr 1811 zurück, als sich die »Ornithologische Gesellschaft zu Görlitz« gründete. Schnell erweiterte sich aber das Interessenspektrum der Mitglieder und die Gesellschaft änderte 1823 ihren Namen in »Naturforschende Gesellschaft zu Görlitz«.

Bereits 1827 gab sie eine eigene Zeitschrift heraus, die »Abhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft zu Görlitz«, die heute als internationale bodenzoologische Fachzeitschrift »Soil Organisms« weitergeführt wird. Nach der Auflösung der Gesellschaft wurde das Naturkundemuseum nach dem Zweiten Weltkrieg 1953 in die Liste der Museen des Staatssekretariats für das Hoch- und Fachschulwesen der DDR aufgenommen und damit ein staatliches Forschungszentrum.

Im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands erhielt das Museum im Februar 1991 den Status eines Landesmuseums des Freistaates Sachsen und ist seit dem 1. Januar 2009 ein Institut der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung als Teil der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz.

Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung wurde 1817 gegründet und zählt zu den wichtigsten Forschungseinrichtungen rund um die biologische Vielfalt. An den elf Standorten in ganz Deutschland betreiben Wissenschaftler aus fast 40 Nationen modernste, internationale Forschung in den Bereichen Biowissenschaften, Biodiversitätsforschung sowie Geowissenschaften.

 

Feierliche Übergabe der Zeugnisse an die Absolventinnen und Absolventen der Sächsischen Steuerverwaltung

Am 17. September konnten 148 Absolventinnen und Absolventen der sächsischen Steuerverwaltung von unserem Finanzminister Hartmut Vorjohann und dem Präsidenten des Landesamtes für Steuern und Finanzen Karl Köll ihre Zeugnisse entgegennehmen. »Sie leisten ab sofort jeden Tag einen wichtigen Beitrag, um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Staat zu festigen. Sie sind Vorbild und Botschafter, wichtiger Ansprechpartner und vor allem Fachexperte«, so der Staatsminister in seiner Festrede. Schon seit dem 1. September unterstützen die frischgebackenen Kolleginnen und Kollegen unsere 24 Finanzämter. In ihrer zweijährigen Ausbildung bzw. dem dreijährigen Studium wurden sie darauf sowohl theoretisch als auch praktisch umfassend vorbereitet. Liebe Absolventinnen und Absolventen, wir freuen uns, dass ihr nun Teil unseres Teams seid! Du willst auch Teil der sächsischen Steuerverwaltung werden? Dann bewirb dich direkt online unter: https://www.steuerausbildung.sachsen.de/

 

Sachsens Finanzminister besichtigt aktuelle Baustellen des SIB

Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann hat am 18. August 2021 die Baustelle des Amtsgerichtes und des Polizeirevieres in Freiberg besucht. Seit drei Jahren wird dort das historische Justizgebäude aus dem Jahr 1875 umfassend saniert und an die Anforderungen eines modernen Verwaltungsgebäudes angepasst. Besonders die denkmalgerechte Restaurierung der alten Sitzungssäle des Amtsgerichts ist dabei eine Herausforderung.

Im Juli 2022 soll das Gebäude wieder an die Polizei Sachsen und die sächsische Justiz übergeben werden. Die Nutzfläche teilt sich dann in 3.700 Quadratmeter für das Amtsgericht und 3.000 Quadratmeter für das Polizeirevier auf.

Insgesamt investiert der Freistaat Sachsen rund 27 Millionen Euro.

Gemeinsam mit dem Kanzler Dr. Ralf Steiner und dem Dekan der Fakultät Automobil- und Maschinenbau Prof. Dr. Michael Kaiser machte sich Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann am 19. August 2021 ein Bild von der Baustelle des neuen Technikums an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ). Aktuell finden dort die Rohbauarbeiten statt.

Ab dem Wintersemester 2023/2024 können Studierende, Lehrende und Forschende des Instituts für Textil- und Ledertechnik auf sechs Etagen und rund 4.000 Quadratmetern ihre Maschinen für Spinnerei, Weberei und Stickerei in Betrieb nehmen. Auch für Studierende aus anderen Fachbereichen wird es Labor- und Praktikumsräume geben.

Nach der Fertigstellung wird das Technikum als Teil des »Campus Innenstadt« der WHZ das Zwickauer Innenstadtbild prägen.

EU und Freistaat Sachsen investieren in den Neubau insgesamt 30,2 Millionen Euro.

 

Zwingerbauhütte feiert mit Jubiläumsausstellung 30-jähriges Bestehen

Der Dresdner Zwinger ist eines der bedeutendsten barocken Baudenkmäler Europas. Die fortlaufende Restaurierung und Instandhaltung für künftige Generationen ist die Aufgabe der Zwingerbauhütte des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB). Am 18. Juni 1991 als Teil der staatlichen sächsischen Hochbauverwaltung wieder eingerichtet, feiert die Zwingerbauhütte dieses Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum.

Zu den Aufgaben der Zwingerbauhütte gehört die Bewahrung und Weitergabe von Fachwissen im Handwerk der Steinbildhauer und Steinmetze. Dies wurde auch durch die UNESCO gewürdigt. Das Bauhüttenwesen der Dresdner Zwingerbauhütte zählt gemeinsam mit 18 europäischen Bauhütten seit Dezember 2020 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.

Das 30-jährige Jubiläum und die UNESCO-Auszeichnung bilden den Rahmen für eine Freiluft-Ausstellung auf dem Zwingerwall. Die Ausstellung umfasst insgesamt 15 Tafeln zur Geschichte der Zwingerbauhütte und Informationen zum Immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Sie ist bis zum 12. September 2021 auf dem Zwingerwall (Aufgang über die Treppe beim Wallpavillon) zu sehen.

 

Rohbau für das neue Lehr- und Laborgebäude der HTW Dresden steht

Das neue Lehr- und Laborgebäude der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden gewinnt weiter an Profil. Auf dem Gelände an der Ecke Strehlener Straße und Andreas-Schubert-Straße ist jetzt der Rohbau fertiggestellt worden. Davon überzeugten sich Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann und Prof. Dr. Katrin Salchert, Rektorin der Hochschule, bei einem Baustellenrundgang.

»Der schnelle Baufortschritt ist eine beeindruckende Leistung. Vor allem wenn man an die besonderen Bedingungen durch die Corona-Pandemie denkt. Dafür danke ich allen am Bau Beteiligten. Der Neubau setzt Maßstäbe, sowohl was die technische Ausstattung angeht, aber auch in Sachen Nachhaltigkeit«, so Finanzminister Hartmut Vorjohann. »Der Freistaat Sachsen investiert hier gemeinsam mit der EU rund 63 Millionen Euro. Das ist eine große finanzielle Kraftanstrengung, die einmal mehr die Bedeutung von Wissenschaft, Forschung und Lehre unterstreicht«, so der Finanzminister weiter.

Seit Mai 2019 entstehen für die Studierenden der HTW Dresden auf einer Fläche von über 8.000 Quadratmetern ein Baustofftechnikum mit Laboren für Betontechnologie, Geotechnik, Verkehrs- und Wasserbau, Lehrkabinette, ein Kreativzentrum, ein neuer Lehr- und Werkstattbereich der Fakultät Design, Büroarbeitsplätze, PC-Pools mit Serverräumen der Fakultät Informatik-Mathematik sowie Archivflächen.

Es ist ein Pilotvorhaben für nachhaltiges Bauen im Hochschulbau Sachsen. Vorgesehen ist eine Zertifizierung im Gold-Standard nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. So sorgt eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach für eigenen Strom. Trinkwasser wird gespart, indem für die Toilettenspülung Regenwasser in einer Zisterne gesammelt wird. Und es entstehen über 300 Fahrradstellplätze für die Studenten.

Ab dem Wintersemester 2023/24 kann der Neubau genutzt werden.

 

Bauhüttenwesen der Dresdner Zwingerbauhütte jetzt immaterielles Kulturerbe der UNESCO

Der UNESCO-Ausschuss zum immateriellen Kulturerbe entschied in seiner Sitzung am 17. Dezember 2020, das Bauhüttenwesen in das Internationale Register Guter- Praxis-Beispiele aufzunehmen. Somit zählt das Bauhüttenwesen der Dresdner Zwingerbauhütte ab sofort zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Gemeinsam mit 18 Bauhütten aus 5 europäischen Ländern hatte sich die Zwingerbauhütte um die Eintragung beworben.

Ministerpräsident Michael Kretschmer: »Ich freue mich sehr über die positive Anerkennung der Bauhütten in verschiedenen europäischen Staaten durch die UNESCO. Die Auszeichnung ist verbunden mit großer internationaler Ausstrahlung. Es gibt uns in diesen herausfordernden Zeiten Grund zur Freude und macht stolz auf das in unserer Heimat Geleistete. Die Dresdner Zwingerbauhütte als Teil dieses europäischen Netzwerkes erhält mit ihrer Arbeit eines der bedeutendsten Baudenkmäler Europas. Handwerkliches Wissen und Können wird hier täglich gelebt und das kulturelle Erbe Sachsens von Generation zu Generation weitergegeben. Ich gratuliere allen, die an der erfolgreichen Aufnahme mitgewirkt haben.«

Finanzminister Hartmut Vorjohann: »Herzlichen Glückwunsch zu dieser ehrenvollen Würdigung. Das Bauhüttenwesen ist in das immaterielle Kulturerbe der Menschheit aufgenommen. Das macht uns sehr stolz. Denn damit wird die Arbeit einer Bauhütte gewürdigt, die sonst eher im Verborgenen wirkt. Ohne die kontinuierliche Pflege durch die Zwingerbauhütte wäre die  Schönheit des Dresdner Zwingers längst vergangen. Als Einrichtung des Freistaates Sachsen ist sie die einzige säkulare Bauhütte unter den Bewerbern und damit etwas ganz Besonderes«.

Kulturministerin Barbara Klepsch: »Die Aufnahme des europäischen Bauhüttenwesens in die Liste der Beispiele guter Praxis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO ist ein leuchtendes Zeichen dafür, wie gut die vielfältige sächsische Kulturlandschaft in Europa vernetzt ist.

Diese Würdigung macht den engen Zusammenhang zwischen dem Kulturerbe historischer Baudenkmäler und der handwerklichen Kunstfertigkeit sichtbar, diese zu pflegen, zu erhalten oder nach kriegsbedingten Beschädigungen auch wiederherzustellen. Glückwunsch der Zwingerbauhütte vor dem 30. Jubiläum der Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit im nächsten Jahr.«

Die UNESCO hat sich für eine Anerkennung der Zwingerbauhütte als Beispiel Guter Praxis ausgesprochen, weil sie als Einrichtung des Freistaates Sachsen (Bauherr) die Schutzwürdigkeit und Wertschätzung des Bauwerkes betont und den Kontinuitätsgedanken als Grundlage des Bauwerkserhalts lebt. Mit ihren Arbeitsverfahren und der Ausbildungsorientierung würdigt und unterstützt sie das sächsische Handwerk und zeigt die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in Sachsen und Deutschland. Restauratoren, Bildhauer und Steinmetze arbeiten hier in einem auf das Bauwerk optimierten Arbeitsfeld zusammen; pflegen und bewahren Rituale. Das Wissen wird dabei wissenschaftlich, technisch, technologisch und dokumentarisch gezielt und nachhaltig weitergegeben. Die Zwingerbauhütte ist außerdem einer der wenigen Lehrbetriebe in Sachsen, der in großem Maß Schwerpunkte im handwerklichen Wissen und Können setzt und historische Techniken praktiziert.

...ist eine Einrichtung des Freistaates Sachsen und gehört zum Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement. Sie wurde 1924 gegründet. Nach Vollendung des Wiederaufbaues des Zwingers 1968 wurde die Zwingerbauhütte aufgelöst. Im Juni 1991 erfolgte die Wiedereinrichtung als Teil der staatlichen sächsischen Hochbauverwaltung. Sie feiert nächstes Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum. 2002 bezog sie ihren Standort in Zwingernähe mit Restaurierungswerkstatt, Freiarbeitsplätzen, Magazinen, Büros und Sozialräumen. Alle 11 Mitarbeiter sind Angestellte des Freistaates Sachsen. Seit 1998 wurden 24 Lehrlinge ausgebildet, in der Regel ein Lehrling pro Jahr. Dabei werden traditionelle Handwerkstechniken vermittelt und z.B. mit der Freisprechung der Lehrlinge auch traditionelle Handwerksbräuche gepflegt.

Zu den Aufgaben der Zwingerbauhütte gehört eine kontinuierliche Restaurierung des Zwingers und die Pflege des Wissens rund um alte Handwerkstechniken. Dabei unterscheidet sich die heutige Arbeitsweise kaum von denen des 18. Jahrhunderts. Die meisten Arbeiten werden wie eh und je von Hand erledigt und auch die Werkzeuge sind fast ausschließlich von Hand gefertigt.

Neben der Bauwerkspflege gehört die Weitergabe von Fachwissen an Freiberufler, Fachfirmen, Denkmalschutzbehörden und Gästeführer zu den Aufgaben der Zwingerbauhütte. Ebenso wie Öffentlichkeitsarbeit durch Fachvorträge und -seminare, die Betreuung von Diplomarbeiten und Praktikanten sowie Führungen von Schulklassen und Fachgruppen. Aber auch die Pflege von Datenbanken und die Dokumentation bilden wichtige Grundlagen für die Weitergabe des Wissens an die nächsten Generationen. Nicht zuletzt sind alle Aufgaben auch verbunden mit der Werbung für den ehrbaren Beruf als Steinmetz, Bildhauer oder Steinrestaurator.

Zurzeit arbeitet die Zwingerbauhütte an der Bogengalerie L und dem Französischen Pavillon. Hier sind sehr anspruchsvolle restauratorische Maßnahmen an den Fassaden notwendig. So befindet sich der skulpturale Schmuck gerade in den Werkstätten und wird dort entsalzt, repariert und lasiert.

Der Zwinger ist eines der bedeutendsten barocken Baudenkmäler Europas. Erbaut wurde er zwischen 1709 bis zirka 1728 unter Kurfürst Friedrich August I., bekannt als August der Starke, als steinernes Zeichen seines Macht- und Repräsentationswillens. In seiner langen Geschichte durchlief er sechs Restaurierungsphasen.

Das Bauhüttenwesen bildete sich im Mittelalter um die Baustellen der Großkirchen in Europa heraus. Charakteristisch ist eine kontinuierliche, multidisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Gewerke zur Erhaltung eines Bauwerkes. Die Bauhütten bewahren traditionelle Handwerkstechniken, überliefern Wissen und Bräuche und bilden Lehrlinge aus.

Zahlen rund um den Zwinger

15.000 m² reich gestaltete Fassadenflächen; 1,2 km Balustraden,

16 Treppenanlagen, 698 Skulpturen, 17 Brunnen und Wasserspiele, 7 Brunnenanlagen, 3.727 m² Fläche Terrassen und Galerien

Mitarbeiter/*innen der Zwingerbauhütte

2 Steinbildhauer, 2 Steinmetzen, 2 Restauratoren, 2 Lehrlinge, 1 Hüttenmeister, 1 Bauingenieurin, 1 Zwingerbaumeister

 
zurück zum Seitenanfang