Hauptinhalt

Schaufenster

Ein*Blick in verschiedene Bauvorhaben im Bereich des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen.

 

Umbau des Dresdner Blockhauses zum Archiv der Avantgarden kommt gut voran

Das Blockhaus in Dresden wird derzeit zum Archiv der Avantgarden umgebaut. Das prominente Barockgebäude am Ufer der Elbe wird künftig als Ort der Forschung und Ausstellungshaus für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden dienen. Hinter der denkmalgeschützten Fassade ist das Gebäude bereits nahezu vollständig entkernt. Im Anschluss wird es nach den Plänen der spanischen Architekten Fuesanta Nieto und Enrique Sobejano umgebaut. Ab Ende 2022 kann dann die Sammlung Egidio Marzonas mit etwa 1,5 Millionen Kunstobjekten einziehen.

Finanzminister Hartmut Vorjohann hat sich zusammen mit Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch und der Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Prof. Dr. Marion Ackermann bei einem Besuch auf der Baustelle einen Eindruck vom Baufortschritt gemacht. Ebenfalls anwesend war Daniel Marzona, Sohn des Kunstsammlers und Stifters Egidio Marzona.

Durch den Umbau unter Regie des Staatsbetriebes Sächsisches Bau- und Immobilienmanagement (SIB) entsteht ein Gebäude mit vertraut historischer Ansicht und einem architektonisch und statisch anspruchsvollen, modernen Innenraumkonzept. Die äußere Hülle des Blockhauses und die noch original vorhandene Bausubstanz bleiben erhalten. Im Gegensatz dazu wird der Innenraum mit 1.900 Quadratmetern Nutzfläche völlig neu gestaltet. Wände und Decken werden entfernt und ein offener Raum geschaffen. Im Zentrum wird ein »schwebender« Betonkubus den Raumeindruck prägen, der das eigentliche Archiv der Avantgarden beinhaltet. Dieser wird umgeben sein von weitestgehend offenen und frei nutzbaren Flächen in Form eines Galeriegeschosses und einer multifunktionalen Präsentationsfläche unterhalb des Kubus.

Damit das denkmalgeschützte Gebäude nach dem Umbau modernste Anforderungen erfüllt, werden als Schutz gegen Hochwasser im Untergeschoss eine wasserundurchlässige Bodenplatte und Wand eingebaut. Ein früherer Ausgang zur Augustusbrücke kann im Falle eines Brandes als Fluchtweg geöffnet werden. Der Außenbereich erhält an der Südseite eine neue Gestaltung mit barrierefreiem Zugang zum Untergeschoss. Der Garten bleibt in seiner Optik gemäß den Forderungen der Denkmalpflege erhalten und bekommt neue Sitzgelegenheiten, die künftig zum Verweilen einladen. Im Bereich des Blockhausvorplatzes wird zudem durch eine Rampe ein barrierefreier Zugang geschaffen, der nach dem Ende der Bauarbeiten von allen Besuchern als barrierefreie Anbindung zur Elbe genutzt werden kann.

Für den Umbau des Dresdner Blockhauses sind derzeit Kosten in Höhe von rund 25 Millionen Euro veranschlagt. Weitere rund drei Millionen Euro sind für die Neugestaltung der Außenanlagen vorgesehen. Die umfangreichen Bauarbeiten sollen bis Ende 2022 abgeschlossen sein.

Das Blockhaus wurde nach Plänen von Zacharias Longuelune (1669 - 1748) ab 1732 als Wachgebäude errichtet. 1749 - 1755 wurde das Gebäude mit einem Mezzaningeschoss und einem neuen Dach aufgestockt und in der Folge nicht nur als Wache, sondern auch zu Wohn- und Verwaltungszwecken genutzt. Infolge der Bombardierungen des 2. Weltkriegs im Februar 1945 wurde das Gebiet des Neustädter Marktes mit den umliegenden Gebäuden weitgehend zerstört. Das Blockhaus brannte vollständig aus und blieb 35 Jahre lang Ruine. In den Jahren 1978 - 82 wurde es für eine Veranstaltungsnutzung wiederaufgebaut und in seinen ursprünglichen Zustand von 1892 zurückversetzt. Das Gebäude ging 1994 in das Eigentum des Freistaates Sachsen über, der es für Veranstaltungen der Landesregierung nutzte. Zudem hatte die Sächsische Akademie der Künste, die Außenstelle Dresden der Sächsischen Akademie der Wissenschaften und die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt darin ihren Sitz. Durch das Elbehochwasser im Sommer 2013 wurde das Gebäude stark geschädigt und war nicht mehr nutzbar.

 

Alte Aktienspinnerei Chemnitz: Endspurt beim Umzug der Universitätsbibliothek der TU Chemnitz

/
(© SIB. Fotograf: Christian Sünderwald)

Lesesaal im 2. Obergeschoss

Lesesaal im 2. Obergeschoss
/
(© SIB. Fotograf: Christian Sünderwald)

Arbeitsplätze im 2. Obergeschoss

Arbeitsplätze im 2. Obergeschoss
/
(© SIB. Fotograf: Christian Sünderwald)

Fassade

Fassade
/
(© SIB. Fotograf: Christian Sünderwald)

Haupttreppe

Haupttreppe
/
(© SIB. Fotograf: Christian Sünderwald)

Lesesaal

Lesesaal
/
(© SIB.)

Seitenflügel

Seitenflügel

 

Seit April 2014 wurde die Alte Aktienspinnerei in Chemnitz saniert und umgebaut. Das denkmalgeschützte Industriegebäude, im 19. Jahrhundert errichtet und einst Deutschlands größte Spinnerei, wird künftig die Zentralbibliothek der TU Chemnitz und deren Magazin beherbergen. Realisiert wird das Bauprojekt unter Regie der Niederlassung Chemnitz des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement. Die Kosten von rund 53 Millionen Euro trägt der Freistaat Sachsen. 13,5 Millionen Euro steuert die Europäische Union als EFRE-Fördermittel bei.
Die Baumaßnahmen sind abgeschlossen. Pünktlich zum Wintersemester, im Herbst 2020 soll die neue Zentralbibliothek eröffnen. Den Nutzern stehen dann ein repräsentativer Lesesaal über drei Etagen mit einem Dach aus Glas sowie modernste Lese-, Lern- und Gruppenarbeitsplätze zur Verfügung. Der Umzug der bisherigen drei Bibliotheksstandorte in das neue Haus hat bereits begonnen.

 
zurück zum Seitenanfang