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Schaufenster

Ein|Blick in die Arbeit des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen.

 

Herkules und Silen kehren in den Großen Garten zurück

Seit dem 13. September können die Besucher des Großen Gartens in Dresden wieder die Figurengruppen »Herkules mit Telephosknaben« und »Silen mit Bacchusknaben« bewundern.

Mithilfe eines Krans und unter den wachsamen Augen der Bildhauer Stefan Dürre und Frank Schauseil wurden die tonnenschweren und über zwei Meter hohen Kopien aus Carrara-Marmor vor dem Palais aufgestellt.

Die Figuren wurden seit Ende 2018 nach antikem Vorbild wiederhergestellt. Finanziert wurde die Rekonstruktion über das »Skulpturenprogramm im Großen Garten«. Die Kosten für beide Kopien (einschließlich Material, Voruntersuchungen, Abformungen, Sicherung der Originale, etc.) belaufen sich auf 440.000 Euro.

Info: Kurfürst August der Starke beauftragte für das Erstellen von Kopien der Antiken den Bildhauer Pierre L'Estache. Seit dem Jahr 1730 standen die schon damals aus Marmor bestehenden Figuren am Palais im Großen Garten. Im zweiten Weltkrieg wurden diese und weitere der mehr als 200 Marmorobjekte zerstört. Restauriert wurden die Antiken Abbildungen von Herkules und Silen samt der Buben auf ihren Armen 1991/1992. Sowohl bei Silen, der in mehr als 40 Einzelteile zerfallen war, als auch bei Herkules wurde dabei fehlende Fragmente ergänzt.

 

Rückkehr der sanierten Greifen und Lyren an ihren luftigen Platz

Mit Hilfe eines speziellen Krans wuden am 8. und 9. August 2022 die sechs Gussplastiken nach einer umfangreichen Instandsetzung - inklusive Reinigung - wieder auf das Dach der Dresdner Semperoper gehoben.
Die seit Juli 2021 dauernde Sanierung der Greifen und Lyren ist übrigens die erste seit mehr als 20 Jahren gewesen und lässt die imposante Dachbekrönung in erneuertem Glanz strahlen.

Gut zu wissen: Der Greif ist ein aus Tierkörpern bestehendes mythisches Mischwesen und vielleicht dem einen oder anderen aus Harry Potter bekannt. Die Lyra ist ein antikes Zupfinstrument.

Die Kosten für Instandsetzung der Plastiken, Ab- und Aufbau sowie Sanierungsarbeiten auf dem Dach der Semperoper belaufen sich auf rund 110.000 Euro.

 

Rückkehr eines Kriegsverlustes

 Sachsen hat nach fast 80 Jahren einen Kriegsverlust aus der königlichen Sammlung zurückerhalten.

Bei der Präsentation des wiedergewonnen Kunstwerks heute im Dresdner Residenzschloss sagte Finanzminister Hartmut Vorjohann:
»Mit der kostbaren Tapisserie ,Die Ohnmacht der Esther‘ ist ein über 200 Jahre altes Stück Kunstgeschichte zurückgekommen, das in den Wirren des Zweiten Weltkriegs spurlos verschwand.«

Er dankte dem Auktionshaus Christie's für die Unterstützung bei der Rückführung. Die Tapisserie war 1809 ein Geschenk von Frankreichs Kaiser Napoleon Bonaparte an den sächsischen König Friedrich August I.. Nach dem Ende der Monarchie in Sachsen gehörte sie zu dem Teil der Ausstattung des großen Speisesaals im Residenzschloss, der als Vermögen an den Freistaat Sachsen überging. Ab 1943 wurde sie mit weiteren Gobelins in Schloss Schleinitz bei Meißen ausgelagert, wo sie nach Kriegsende spurlos verschwand.

Der Direktor des Grünen Gewölbes und der Rüstkammer, Dr. Marius Winzeler, sprach heute im Rahmen der öffentlichen Präsentation von einem »textilen Meisterwerk der Pariser Hofkunst, das farbenprächtig erhalten« sei. Das »luxuriöse Geschenk« Napoleons erinnere an eine herausragende Episode der sächsisch-französischen Verbindungen, die nun als »wichtige Facette europäischer Kulturgeschichte« im Residenzschloss wieder sichtbar gemacht werden könne.

Die Tapisserie wurde bereits in einer Spezialreinigung in Wien behandelt. Sie soll ab August restauriert und konserviert werden. Im Frühjahr 2023 wird sie dann im Neuen Grünen Gewölbe zu sehen sein. Geplant ist, das textile Kunstwerk ab 2025 dauerhafte in den Paradezimmern zu zeigen, »wo«, so Dr. Marius Winzeler, »Napoleon als einziger Kaiser tatsächlich übernachtet hat«.

 

Modernste Labore für die Experten des LKA Sachsen

Gut zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich wurde am 16. Juni 2022 das neue Kriminalwissenschaftliche und -technische Institut (KTI) an das LKA Sachsen und der Schlüssel symbolisch an dessen Leiter Dr. Krieghoff übergeben worden. Der Neubau ist mit zahlreichen Speziallaboren und dazugehörigen Büros ausgestattet. Er stellt modernste technische Ausstattung, unter anderem für DNA-, Fingerabdruck- und Schusswaffenuntersuchungen zur Verfügung. Zudem gehört er zu den ersten Labor- und Verwaltungsgebäuden des Freistaates, die nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen des Bundes errichtet wurden.

Finanzminister Hartmut Vorjohann dankte bei der offiziellen Übergabe allen am Bau Beteiligten für »ihre großartige Leistung« und sprach von der »aktuell größten Investition für die sächsische Polizei«. »Die kleine feine Detektivarbeit, die hier gemacht wird, ist von sehr, sehr großer Bedeutung«, so der Minister.

Das KTI ist Dienstleister der Landespolizei. Die gut 120 Mitarbeiter erforschen für Ermittler, Gerichte und Staatsanwaltschaften Hintergründe von Straftaten, helfen Täter zu ermitteln und zu überführen und rekonstruieren Taten. Künftig arbeiten in dem Neubau alle Spezialisten unter einem Dach.

Der Freistaat hat rund 60 Millionen Euro in den Neubau investiert, gut ein Drittel davon stammt aus EU-Mitteln.

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