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Ausbildung zum/zur Verwaltungsfachangestellten

Ausbildung

Verwaltungsfachangestellte sind ausgebildete Fachkräfte des öffentlichen Dienstes in Deutschland. Sie arbeiten in den Verwaltungsbehörden des Bundes, der Länder, der Kommunen und anderen öffentlich-rechtlichen Körperschaften in den Bereichen der öffentlichen Finanzverwaltung, des Immobilien- und Baumanagements sowie des Haushalts-, Organisations- und Personalmanagements. Verwaltungsfachangestellter ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Der Beruf ist dem Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung, Schwerpunkt Recht und öffentliche Verwaltung zugeordnet.

In Betracht kommt zum Beispiel ein Einsatz beim Landesamt für Steuern und Finanzen als einem zentralen Dienstleister, der unter anderem zuständig ist für

  • die Festsetzung, Anordnung und Abrechnung der Bezüge und sonstigen Geldleistungen der Arbeitnehmer, Auszubildenden, Beamten und Richter sowie Pensionäre des Freistaates Sachsen,
  • die Kindergeldberechnung nach dem Einkommensteuergesetz,
  • die Erledigung aller Buchungsgeschäfte und Abwicklung des gesamten Zahlungsverkehrs sowie
  • die juristische Vertretung des Freistaates Sachsen in Zivil-, Arbeits-, Sozial- und Verwaltungsrechtsstreitigkeiten.

Um ganz andere Aufgaben geht es bei den Staatsbetrieben Sächsisches Immobilien- und Baumanagement und Zentrales Flächenmanagement Sachsen. Hier befassen sich die Verwaltungsfachangestellten im Rahmen der Liegenschafts- und Vermögensverwaltung staatlicher Einrichtungen zum Beispiel mit

  • der Ausübung der Eigentümerbefugnisse für staatliche Liegenschaften (Grundstücksverkehr, Grundstücksverwaltung, Grundstücksbewirtschaftung) und
  • der räumlichen Unterbringung staatlicher Behörden und sonstiger nicht rechtsfähiger Landeseinrichtungen.

Darüber hinaus eröffnet der Berufsabschluss die Möglichkeit, in anderen staatlichen sowie kommunalen Einrichtungen in den Bereichen Haushalt, Personal oder Organisation tätig zu werden.

Voraussetzungen

Um eingestellt zu werden, müssen Sie einen Realschulabschluss mit guten Leistungen, insbesondere in den Fächern Deutsch, Gemeinschaftskunde und Mathematik vorweisen sowie das Auswahlverfahren erfolgreich durchlaufen haben.

Bewerbungsverfahren

Die Stellenausschreibung für die vorhandenen Ausbildungsplätze zum/ zur Verwaltungsfachangestellten, Fachrichtung Landes- und Kommunalverwaltung, erfolgt im November eines Jahres für den Ausbildungsbeginn zum 1. September des darauf folgenden Jahres.

Sie können Ihre aussagekräftige Bewerbung innerhalb der in der Stellenausschreibung genannten Frist an das

Landesamt für Steuern und Finanzen
Referat 113
Brückenstraße 10
09111 Chemnitz

senden.

Ausbildungs- sowie Einstellungsbehörde ist das Landesamt für Steuern und Finanzen. Die nach der Sichtung der eingegangen Bewerbungen in Betracht kommenden Bewerber werden vom Landesamt für Steuern und Finanzen zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Für die Dauer der Ausbildung wird zwischen dem Landesamt für Steuern und Finanzen und den ausgewählten Bewerbern ein Ausbildungsvertrag geschlossen.

Ausbildungsablauf

Die Ausbildung beginnt regelmäßig am 1. September eines Jahres und dauert insgesamt drei Jahre:

  • 17 Monate berufspraktische Ausbildung am Landesamt für Steuern und Finanzen
  • 4 Monate berufspraktische Ausbildung in einer Kommune und anderen Einrichtungen (z.B. Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement)
  • 11 Monate theoretische Ausbildung in einer Berufsschule
  • 4 Monate dienstbegleitende Unterweisung am Ausbildungszentrum Bobritzsch/Freiberg

Ausbildungsinhalte sind dabei:

  • Politische Bildung und Staatskunde
  • Bürgerliches Recht
  • Allgemeines Verwaltungsrecht
  • Kommunalrecht
  • Personalwesen
  • Öffentliche Finanzwirtschaft
  • Verwaltungsmanagement
  • Methodik der Fallbearbeitung
  • Vertiefte fachübergreifende und handlungsorientierte Fallbearbeitung

Dazu werden in der Berufsschule berufsübergreifende und berufsbezogene Kenntnisse vermittelt.

Zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres ist eine Zwischenprüfung zu absolvieren. Nach der letzten dienstbegleitenden Unterweisung findet im dritten Ausbildungsjahr die Abschlussprüfung statt.

Karriere

Bei erfolgreichem Abschluss der dreijährigen Ausbildung sind Sie berechtigt die Berufsbezeichnung Verwaltungsfachangestellter in der Landes- und Kommunalverwaltung zu führen. Nach dem Sächsischen Beamtengesetz besteht die Möglichkeit zu einer Übernahme in das Beamtenverhältnis. Ein Anspruch auf Übernahme in ein Beamten- oder Beschäftigtenverhältnis besteht nicht.

Ein Berufseinsatz kommt je nach Bedarf innerhalb des gesamten Freistaates Sachsen in Betracht.

Nach der Einstellung werden im Rahmen verfügbarer Stellen Beförderungen möglich. Der Zeitpunkt der Beförderung in das jeweils nächsthöhere Amt hängt von der Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung des Bediensteten ab.

Bezahlung

Die Vergütung erfolgt nach dem Tarifvertrag für Auszubildende der Länder in Ausbildungsberufen nach dem Berufsbildungsgesetz (TVA-L BBiG) - Stand Februar 2017. Das monatliche Ausbildungsentgelt beträgt ab 1. Januar 2018:

  • 1. Ausbildungsjahr 936,82 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr 990,96 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr 1.040,61 Euro

Bei erfolgreicher Übernahme nach der Ausbildung besteht die Aussicht auf ein Einstiegsgehalt von monatlich brutto mind. 2.000,00 Euro. Zusätzlich werden vermögenswirksame Leistungen in der Höhe von derzeit monatlich 6,65 Euro gewährt, falls eine entsprechende vermögenswirksame Anlage nachgewiesen wird.

Kontakt

Landesamt für Steuern und Finanzen

Außenstelle Chemnitz, Aus- und Fortbildungsreferat

Marginalspalte

Kontakt

Pressesprecher

Stephan Gößl

Bürgerbeauftragte

Sabine Knape-Ahrenberg

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